Pharmaunternehmen
Die großen Pharmaunternehmen stehen oft in der Kritik der Politiker, ihnen wird vorgeworfen, dass sie mit nicht ganz legalen Mitteln versuchen, die Generikahersteller vom Markt zu verdrängen und entwickeln dabei regelrechte Strategien um die Markteinführung von preiswerteren Medikamenten zu verhindern oder wenigstens zu blockieren und hinauszuzögern. Dabei könnten auch in Deutschland Jahr für Jahr Milliarden von Euro bei den Krankenkassen eingespart werden, wenn die Generikahersteller ihre Produkte ohne Verzögerung auf den Markt bringen dürfen.
Der Hintergrund – für neue Medikamente mit neuen Wirkstoffen erhalten die Pharmaunternehmen einen Patentschutz, das heißt, ihr Medikament mit dem Wirkstoff X darf steht bis zum Jahr Y unter Schutz und bringt ihnen Milliardengewinne in die Kassen. Die Umsätze sind gigantisch. Hersteller von Generika haben sich hingegen darauf spezialisiert, nach Auslaufen des Patentschutzes ein viel preiswerteres Medikament mit den gleichen Wirkstoffen herauszubringen. Das nimmt den großen Pharmariesen Umsätze, oft müssen sie dann mit Einbußen von 50 und mehr Prozent rechnen. Um das zu verhindern, lassen sich die Pharmaunternehmen immer neue Tricks einfallen. Zu den Beliebtesten gehört, dass der Patentschutz für ein Produkt verlängert wird, weil es jetzt auch bei Kindern eingesetzt werden kann. Mit dieser Verzögerungstaktik und vielen anderen ausgeklügelten Methoden verstoßen die Pharmaunternehmen gegen das Wettbewerbsrecht und sind dennoch schwer zu belangen.
Den Staat kostet das jährlich Milliarden von Euro, allein dadurch mehr ausgegeben werden müssen, weil die Generika nicht rechtzeitig auf den Markt kommen.
Dabei ist den großen Pharmaunternehmen offensichtlich jedes Mittel recht, sogar vor gerichtlichen Klagen gegen Generikahersteller schrecken sie nicht zurück. Solche Auseinandersetzungen dauern oft zwei Jahre und länger und am Ende bekommen dann meistens auch die Hersteller der Generika Recht, aber die Pharmaunternehmen haben Zeit gewonnen und die Einführung der Generika hinausgezögert. Eine andere und sehr beliebte Methode bei den Pharmaunternehmen ist die Anmeldung von Cluster-Patenten, durch die Vielzahl der Patente können Generikahersteller nur schwer herausfinden, wie lange einzelne Patente noch Gültigkeit haben.
Selbst vor Bestechungen schrecken die Pharmariesen nicht zurück, mittlerweile sind Fälle bekannt, in denen den Herstellern der Generika Geld gezahlt wurde, damit ihre Produkte nicht oder erst viel später an den Markt kommen.
Große Pharmaunternehmen benötigen eine komplexe Logistik sowie eine umfangreiche Bestandsverwaltung. Damit diese reibungslos und korrekt funktioniert werden zur Datenerfassung bevorzugt Anwendungen des Softwareherstellers SAP eingesetzt. Damit die Mitarbeiter mit der Software optimal vertraut sind, werden häufig Schulungsangebote wie SAP Dortmund in Anspruch genommen. Da vorallem das Pharmaunternehmen von der erhöhten Arbeitsleistung einer solchen Fortbildung profitiert, werden die finanziellen Aufwendungen hierfür in der Regel komplett übernommen.
In den Pharmaunternehmen werden die Mitarbeiter in unterschiedlichsten Abteilungen eingesetzt. Da die Zahl der Arbeitnehmer meist sehr hoch ist, wird auch hier meist jedem Mitarbeiter vorgeschrieben ein Zeitwertkonto zu führen. Dies bietet nicht nur eine Menge Vorteile für das Unternehmen selbst, sondern auch die Mitarbeiter profitieren hiervon, vor allem im Bezug auf ihre Rente.